Der Harlekin

Die Geschichte des Pudels in Harlekin (schwarz-weiß)

Poodle-Old2

Der Pudel gehört zu den ältesten Hunderassen, doch sein Ursprung  konnte nie ganz eindeutig geklärt werden. Die Geschichte  des  einfarbigen Pudel und die Geschichte des Parti – Pudel (kommt aus dem  amerikanischen) der bei uns  Harlekin genannt wird, ist eigentlich  gleich.
Der Urpudel oder auch  ganz früher genannt der Grosse Wasserhund, war entweder einfarbig schwarz, einfarbig weiss oder weiss mit schwarz  bekannt als parti-Pudel. Auf den Spuren seiner Urahnen, stößt man immer  wieder  auf zweifarbige pudelartige Hunde in löwenartiger Schur, sie  sind auf  Abbildungen der römischen Kaiserzeit zu sehen wie auch im  antiken  Griechenland. Laut alter Aufzeichnungen wäre das “Herkunftsland der Pudels” eigentlich  Deutschland, Russland,  England und kaum  Frankreich. Man  vermutet auch, dass der Urgrosspudel im Nordwesten von  Afrika,  vermutlich in Marokko oder in Algerien entstand.
Einige sagen, dass er aus Spanien oder Portugal kam.  Andere, dass er aus Griechenland kam. Aus alten Geschichten und Bildern, Gemälden und  Fotografienen geht wieder hervor dass der „Urpudel“ auch zweifarbig ,  mehrfarbig oder einfarbig war.
Eigentlich sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis diese  gefleckten Pudel-Varianten, die in Deutschland schon einen beachtlichen  Liebhaberkreis gefunden haben, auch offiziell als Pudel anerkannt  werden. Aber sie widersprechen der Standardvorschrift, daß der Pudel  einfarbig gezüchtet werden soll. Diese  Vorschrift wurde bereits 1880 in Berlin aufgestellt und bislang hält, das den Standard angebende Land,  Frankreich, an der alten Bestimmung fest. Deshalb können die  Neufarbenpudel im VDH auch ausschließlich auf Klubschauen ausgestellt  werden. Dort werden sie in einem Anhangregister geführt und am Ende der  Schau gewertet.
Das Festhalten an einer alten Bestimmung kann man Frankreich  vielleicht nicht übelnehmen, aber die Begründung, diese Farbvarianten  seien nur durch Einkreuzen anderer Rassen entstanden überzeugt viele  Fachleute nicht.
Poodle-Old

So ist es durchaus möglich, daß die ursprüngliche  Fleckenbildung, die wir von den alten Wasserhunden und dem sogenannten  Urpudel her kennen, ohne Fremdeinkreuzung als Mutation aufbrechen kann.  Genau diese Erfahrung machte z. B. Liselotte Eckstein (Ehrenpräsidentin  des ADP). 1959 paarte sie zwei schwarze Pudel aus bestbekannten Linien.  Die Folge war: zwei Pudel in black and tan und ein gestromter. Eine  Wiederholungsverpaarung brachte dann aber einen Wurf mit vier schwarzen  Welpen. Diese Erfahrung bestätigt die Vermutung, daß Black-and-Tans und  Harlekins als Mutation plötzlich in Erscheinung treten können. In der  Weiterzucht verhalten sie sich rezessiv. Das heißt, man muß Gefleckte  mit Gefleckten paaren, um einen Wurf Harlekins zu erhalten. In  entsprechender Weise werden auch die Black-and-Tans gezüchtet. Der erste Standard zu diesen beiden Farbvarianten wurde von Frau Eckstein  aufgestellt, und im Frühjahr 1988 wurden diese beiden Farbschläge  anläßlich einer Tagung der Wissenschaftlichen Kommission der FCI  vorgestellt. Liselotte Eckstein gelang es, die verlangten je zehn  Generationen der durchgezüchteten Linien nachzuweisen. Auf diesem ersten Standard aus dem Jahre 1980 basieren die heutigen  Beurteilungsgrundlagen. In Deutschland werden die Neufarbenpudel im VDH  in Sonderregistern gezüchtet.
Doch die Zahl der Liebhaber dieser Farbvarianten steigt stetig und  vielleicht ist es ja dann doch irgendwann soweit, das sich diese  liebenswerten Harlekins und Black-and-Tans dann auch der internationalen Konkurrenz stellen können.
Außerhalb des VDH´s (der Desidenz) werden diese Farbschläge nämlich  schon seit vielen Jahren gezüchtet und auf nationalen und  internationalen Ausstellungen vorgestellt.
Quellen: Herzlichen Dank an: www.bunte-zwerge.de und www.buntepudel.de,
Weitere Quellen: “Pudel” Ursprung *  Aufzucht * Erziehung * Pflege von Rosa Engler , Internet, Buchtipps

Comments are closed.